Was Sie schon immer zur Situation des „Peiner Klinikums“ wissen wollten!

Zu diesem brisanten Thema hatte der SPD-Ortsverein Schwicheldt zum „politischen Schnitzel-Essen“ eingeladen — und die Gaststätte „Emmis Erbe“ war mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern gut gefüllt.

Nach einer kurzen Einstimmung durch den Vorsitzenden Markus Jakomet erhielten die Anwesenden vom Landtagsabgeordneten Matthias Möhle die ersten Informationen.

Das Krankenhaus Peine wurde vor vielen Jahren verkauft, da der defizitäre Weiterbetrieb durch den Kreis nicht möglich war. So wechselte das „Kreiskrankenhaus“ den Besitz und gehört seitdem zur AHK- Gruppe in Celle. Durch diesen Verkauf sollten Synergien entstehen, die einen profitablen Weiterbetrieb auch für das Klinikum Peine möglich machen sollte . Nach anfänglichen positiven Entwicklungen, geriet die AHK-Gruppe allerdings in finanzielle Schieflage, und somit auch das Peiner Klinikum.

Im Dezember 2018 stand das Klinikum Peine vor dem Aus, die finanziellen Mittel reichten nicht mehr, um z.B. die Lohnkosten zahlen zu können.

In einer Blitzaktion beschloss daraufhin der Kreistag Peine, mit mehreren  Millionen Euro als Soforthilfe einzuspringen. Weitere Millionen-Forderungen seitens Celle wurden dann an Kreis, sowie Stadt herangetragen, ohne jedoch einen Einblick in die geschäftlichen Unterlagen gewähren zu wollen. Daraufhin waren der Kreis und Stadt nicht bereit, sich an der Rettung eines privaten Unternehmens mit weiteren Millionen zu beteiligen.

 

Im weiteren Verlauf des Abends stellte Henning Heiß, erster Kreisrat des Landkreises Peine, dann die aktuelle Situation vor.

Durch einen Beschluss der AHK-Gruppe steht nun fest, dass das Klinikum Peine verkauft werden soll. Am Kauf interessiert ist neben privaten Investoren auch der Kreis Peine gemeinsam mit den kommunalen Braunschweiger Kliniken. Es besteht die berechtigte, auch durch Gutachten unterstützte Hoffnung, dass das Klinikum Peine bei einem Verkauf erfolgreich weiter bestehen kann.

Dies hofft auch Christine Lechelt, Betriebsrats-Vorsitzende des Klinikum Peine, die in eindrucksvoller Weise die Situation der Beschäftigten vor Ort beschrieb.

Bangen und Hoffen bestimmen seit geraumer Zeit deren Arbeitsalltag, und dennoch ist seitens der Belegschaft eine starke Bindung an ihren Arbeitsplatz vorhanden. Die Belegschaft gibt für die Patienten weiter alles, um eine hervorragende Leistung sicherzustellen, und das gilt von den Ärzten über Pflegemitarbeiter bis zu den Reinigungskräften.

Henning Heiß versicherte an dieser Stelle nochmals, dass das Klinikum Peine eine ausgezeichnete medizinische Versorgung für alle Patienten sicherstellen könne.

 

Abschließende Quintessenz der Diskussion war, dass Kreis und Stadt, sowie die SPD- Verantwortlichen in Peine hinter ihrem Peiner Klinikum und der gesamten Belegschaft stehen, und hoffen, dass durch einen Verkauf diese jetzt unhaltbare Situation beendet werden kann. Eine Fortführung unter dem Dach der AHK-Celle liegt nicht im Sinne aller Beteiligten-

Veränderung ist jetzt notwendig, um einen erfolgreichen Neuanfang gestalten zu können!

 

Für die Organisation dieses informativen und gelungenen Abends möchte ich als Stadtverbands-Vorsitzender dem Team rund um Markus Jakomet sehr herzlich danken.

 

Jörg Zimmermann

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